Der Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V. engagiert sich für Ausbildung, Beratung, Bienengesundheit und eine sichere Zukunft der Imkerei – für Hobby- und Berufsimker gleichermaßen.
Der Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V. vereint mehr als 3.600 aktive Mitglieder aus Schleswig-Holstein, Hamburg und angrenzenden Regionen. Die Mitglieder profitieren von einem starken Netzwerk, fachkundiger Unterstützung und praxisnahen Bildungsangeboten, die ihnen helfen, eine verantwortungsvolle und nachhaltige Imkerei zu betreiben.
Die Landbelegstelle Friedrichskoog liegt auf der gleichnamigen Halbinsel an der Westküste Dithmarschens. Ihre besondere züchterische Bedeutung ergibt sich aus der Verbindung einer stark isolierenden Küstenlage mit einem gesetzlich ausgewiesenen Schutzbezirk. Die Belegstelle wird heute für die Buckfastzucht betrieben und ist insbesondere auf die Selektion vitaler, hygienischer und varroaresistenter Buckfast-Bienen ausgerichtet.
Rasse:
Buckfast
Schutzradius:
ca. 15 km (Bekanntmachung 7824.6)
Drohnenvölker:
60 Völker (2026)
Belegstellenplätze:
300 je Durchgang
Durchgänge
jeden Samstag (23.05.2026 – 15.08.2026)
Apimondia OSB-Lizenz:
Ja
Grundpreis je Begattungseinheit:
15,00 EUR
Begattungseinheiten:
Mehrwabenkästchen
Die Belegstelle trägt die Bezeichnung „frkg“ in der Zuchtregistratur der Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker (GdeB).
Friedrichskoog besitzt einen förmlich ausgewiesenen Schutzbezirk für die Befruchtung von Bienenköniginnen. Die ursprüngliche Erklärung erfolgte am 14. Mai 2004; eine Änderung wurde am 13. Januar 2016 bekannt gemacht. Damit ist die kontrollierte Begattung nicht nur durch die geografische Lage der Halbinsel begünstigt, sondern zusätzlich rechtlich abgesichert. Innerhalb des Schutzbezirkes ist grundsätzlich die Aufstellung anderer Bienenvölker als der zugelassenen Zuchtvölker untersagt.
Die Größe des Schutzbezirkes beträgt zwischen 12,5 – 15 km landeinwärts. Der aktuelle Grenzverlauf des Schutzbezirkes ergibt sich aus dem amtlichen Erlass.
Friedrichskoog ist als Landbelegstelle ungewöhnlich stark isoliert. Die Halbinsel wird im Norden von der Dithmarscher Bucht, im Westen von der Nordsee und im Süden von der Elbe begrenzt; lediglich nach Osten besteht eine Landverbindung. Die vorherrschenden westlichen Winde erschweren zusätzlich den Zuflug von Drohnen aus dem Landesinneren. Dadurch besitzt die Landbelegstelle hinsichtlich ihrer natürlichen Isolation Eigenschaften, die ansonsten eher von Inselbelegstellen bekannt sind.
Die heutige Belegstelle wurde 2004 etabliert und steht seitdem in engem Zusammenhang mit der Buckfast-Zuchtgemeinschaft Friedrichskoog. Gleichzeitig wurde der gesetzliche Schutzbezirk eingerichtet. Seit 2016 besteht eine geänderte Schutzbezirkserklärung. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt eine zunehmende Spezialisierung von der klassischen Buckfast-Zucht hin zur gezielten Selektion von Hygiene- und Varroaresistenzmerkmalen.
Die Anlieferung der Begattungseinheiten erfolgt nach vorheriger Anmeldung jeweils am festgelegten Anlieferungstag zwischen 10:00 und 12:00 Uhr in Elpersbüttel. Dort werden die Einheiten von der Belegstellenmannschaft übernommen und anschließend zur Belegstelle Friedrichskoog verbracht. Die genaue Anlieferungsstelle und die jeweiligen Termine werden den angemeldeten Beschickern vorab mitgeteilt.
Für die Beschickung müssen die Begattungseinheiten drohnenfrei sein und über ein geeignetes Drohnenabsperrgitter beziehungsweise einen entsprechenden Verschluss verfügen. Zusätzlich sind die erforderlichen Gesundheitsnachweise und eine ausreichende Futterversorgung sicherzustellen.
Die Belegstelle wird durch die Buckfast-Zuchtgemeinschaft Friedrichskoog betrieben.
Belegstellenwart/-leiter:
Dr. Peter Stöfen
Zuchtkoordinator:
Dr. Peter Stöfen
Weitere Informationen zur Belegstelle finden sich auf der Webseite der Belegstellenbetreiber.