Die Fruchtbarkeit von Bienenköniginnen und Drohnen ist ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Zuchtarbeit. Störungen können dabei ganz unterschiedliche Ursachen haben – von angeborenen Missbildungen über Infektionen bis hin zu Verletzungen oder Problemen bei der natürlichen beziehungsweise instrumentellen Besamung.
In diesem praxisorientierten Kurs lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, anatomische Merkmale und mögliche Ursachen von Fruchtbarkeitsstörungen selbst zu untersuchen. Gearbeitet wird mit Pinzette und Binokular, sodass auch feine anatomische Strukturen sichtbar und beurteilt werden können.
Im Mittelpunkt steht die praktische Untersuchung von Königinnen und Drohnen. Anhand der mitgebrachten Tiere werden verschiedene anatomische Merkmale betrachtet und gemeinsam eingeordnet.
Dabei werden unter anderem die Füllung der Spermatheka, der Entwicklungsstand der Eibildung sowie mögliche Hinweise auf Verletzungen während der Befruchtung untersucht. Auch mögliche Missbildungen an Stachelapparat und Pheromondrüsen werden betrachtet.
Kursinhalte
Mitbringen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen eingefrorene Tiere mit, die im Rahmen der eigenen imkerlichen Produktion verendet sind oder ausgesondert werden mussten. Diese dienen als Untersuchungsmaterial für die praktischen Übungen. Kursteilnehmer bringen bitte zudem ein eigenes Mikroskop mit. Sofern kein eigenes Mikroskop vorhanden ist, wendet euch bitte an die Geschäfssstelle.
Der Kurs richtet sich insbesondere an Imkerinnen und Imker mit Interesse an Zuchtarbeit und instrumenteller Besamung sowie an alle, die ihre Kenntnisse über die Anatomie und Fruchtbarkeit von Bienenköniginnen und Drohnen praktisch vertiefen möchten.
Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage zu versetzen, relevante anatomische Strukturen zu erkennen und mögliche Auffälligkeiten bei Königinnen und Drohnen fachgerecht zu untersuchen und einzuordnen.