Aufbauend auf den Kursen A10/1 Honigsensorik Teil I und A10/2 Honigsensorik Teil II vertieft dieser Kurs die sensorischen Fähigkeiten zur fachgerechten Beurteilung und Beschreibung von Honigen. Im Mittelpunkt stehen die sichere Erkennung von Sortenmerkmalen, die Differenzierung ähnlicher Honige und die Anwendung professioneller Bewertungsmethoden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bearbeiten einen Sortenhonig in unterschiedlichen Abstufungen und untersuchen, wie sich Veränderungen durch Beimischungen anderer Trachten (Beitracht) sensorisch auswirken. Dabei wird mit einer einfach beschreibenden Sensorik gearbeitet, um charakteristische Merkmale strukturiert zu erfassen und fachgerecht zu dokumentieren.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einsatz wissenschaftlich etablierter Prüfmethoden. Mithilfe des Triangle-Tests wird die Fähigkeit geschult, feine sensorische Unterschiede zwischen Honigproben zuverlässig zu erkennen. Zusätzlich kommt das Honig-Aromarad der International Honey Commission (IHC) zum Einsatz, um Aromaeindrücke systematisch zu beschreiben und einzuordnen.
Abschließend werden die Anforderungen an Sortenhonige und die Vorgaben des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) für Sortendeklarationen betrachtet. Dabei wird erläutert, welche
sensorischen und rechtlichen Kriterien für eine korrekte Bezeichnung von Sortenhonigen relevant sind. Voraussetzung: Teilnahme an A10/1 und A10/2 oder vergleichbare Kenntnisse
Kursinhalte
Der Kurs richtet sich an Imkerinnen und Imker sowie Honigliebhaber, die ihre Kenntnisse in der professionellen Honigbewertung weiter ausbauen möchten. Er eignet sich besonders für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Honige gezielt beschreiben, vergleichen und hinsichtlich Sortenreinheit und Qualität fachlich beurteilen möchten.
Ziel ist es, die sensorische Kompetenz soweit zu erweitern, dass Honige strukturiert bewertet, Unterschiede sicher erkannt und Sortenhonige entsprechend den fachlichen Anforderungen beurteilt werden können.