Der Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V. engagiert sich für Ausbildung, Beratung, Bienengesundheit und eine sichere Zukunft der Imkerei – für Hobby- und Berufsimker gleichermaßen.
Der Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V. vereint mehr als 3.600 aktive Mitglieder aus Schleswig-Holstein, Hamburg und angrenzenden Regionen. Die Mitglieder profitieren von einem starken Netzwerk, fachkundiger Unterstützung und praxisnahen Bildungsangeboten, die ihnen helfen, eine verantwortungsvolle und nachhaltige Imkerei zu betreiben.
Die Hamburger Hallig ist eine der traditionsreichsten Belegstellen Schleswig-Holsteins. Ihre Nutzung für die Bienenzucht reicht bis mindestens 1949 zurück und ist seit 1953 als Sklenar-Belegstelle dokumentiert. Damit blickt der Standort auf mehr als sieben Jahrzehnte belegstellenbezogener Zuchtarbeit zurück.
Eine besondere Stellung nimmt die Hamburger Hallig durch die zeitlich getrennte Nutzung zweier Zuchtrichtungen ein. Über Jahrzehnte war der Standort ausschließlich der Carnica-Sklenarzucht vorbehalten. Von 1953 bis 2016 wurde die Belegstelle ausschließlich für die Sklenar-Reinzucht genutzt. Seit 2017 wird sie im Anschluss an den Sklenar-Betrieb auch für die Buckfast-Reinzucht genutzt.
Rasse:
Carnica / Buckfast
Schutzradius:
ca. 4 km (Bekanntmachung 7824.2)
Drohnenvölker:
6 Carnica Völker (2026) / 10 Buckfast Völker (2025)
Belegstellenplätze:
200 je Durchgang
Durchgänge
2 Carnica / 1 Buckfast (03.06.2026 – 31.07.2026)
Apimondia OSB-Lizenz:
Ja
Grundpreis je Begattungseinheit:
Carnica: X,00 EUR / Buckfast: 12,00 EUR
Die Belegstelle trägt die BeeBreed Nummer DE-15-3 – sowie die Bezeichnung „hamh“ im GdeB (Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker) Pedigree und liegt westlich von Bredstedt im Nordfriesischen Wattenmeer. Aufgrund ihrer Lage auf der Hamburger Hallig und der damit verbundenen räumlichen Abgrenzung vom Festland besitzt der Standort besondere Voraussetzungen für die kontrollierte Paarung von Bienenköniginnen. Gleichzeitig stellt die exponierte Lage die Betreiber vor erhebliche witterungs- und logistikbedingte Herausforderungen.
Die Hamburger Hallig steht seit 1963 unter staatlichem Schutz. Sie wurde durch das zuständige Ministerium als Schutzzone für die Befruchtung von Bienenköniginnen ausgewiesen. Der Schutzzeitraum erstreckt sich vom 3. Juni bis zum 31. Juli.
Dieser Schutzzeitraum ist für die besondere Betriebsweise der Hamburger Hallig von zentraler Bedeutung. Die Sklenar-Beschickung findet zunächst innerhalb des geschützten Zeitraums statt. Erst nach deren Abschluss wird der Standort für die anschließende Buckfast-Nutzung verwendet. Die zeitliche Trennung der beiden Zuchtrichtungen ist damit unmittelbar mit der Schutzregelung und dem begrenzten Zeitraum der Belegstellennutzung verbunden.
Geografisch befindet sich die Hamburger Hallig westlich von Bredstedt inmitten der nordfriesischen Wattenmeerlandschaft. Sie ist heute über einen rund 4,5 Kilometer langen Damm mit dem Festland verbunden. Im engeren geografischen Sinn handelt es sich daher nicht mehr um eine vollständig vom Festland getrennte Insel. Für die züchterische Funktion ist jedoch nicht der Straßenanschluss entscheidend, sondern die räumliche Isolation der Bienenvölker gegenüber anderen Bienenständen.
Die Hamburger Hallig umfasst einschließlich Deichvorland und Salzwiesen etwa 1.000 Hektar. Die offene Landschaft bietet eine weitgehend abgegrenzte Umgebung für den Belegstellenbetrieb, ist gleichzeitig aber den Witterungseinflüssen der Nordsee unmittelbar ausgesetzt.
Besonders relevant ist die Nähe weiterer Belegstellen. Die Entfernung zu Nordstrandischmoor beträgt lediglich etwa 4 Kilometer, zu Pellworm etwa 8 Kilometer und zu Hooge rund 16 Kilometer. Insbesondere die geringe Distanz zu Nordstrandischmoor macht die Hamburger Hallig zu einem bemerkenswerten Standort innerhalb der nordfriesischen Belegstellenlandschaft.
Die Hamburger Hallig besitzt eine außergewöhnlich lange Geschichte in der organisierten Bienenzucht. Bereits seit 1949 wird der Standort mit Unterbrechungen als Inselbelegstelle genutzt. Ab 1953 ist die Nutzung als Carnica-Sklenar-Belegstelle dokumentiert.
Über mehr als sechs Jahrzehnte prägte die Sklenarzucht den Standort. Von 1953 bis 2016 wurde die Hamburger Hallig ausschließlich für die Sklenar-Reinzucht eingesetzt. Der Standort wurde damit zu einem festen Bestandteil der norddeutschen Carnica-Zucht.
Eine weitere Zäsur erfolgte 2017. Seit diesem Jahr wird die Belegstelle im Anschluss an die Sklenar-Nutzung zusätzlich für die Buckfast-Reinzucht verwendet. Dadurch entstand die heutige besondere Struktur der Hamburger Hallig als zeitlich getrennt genutzter Standort für zwei Zuchtrichtungen.
Diese Entwicklung macht die Hamburger Hallig innerhalb der schleswig-holsteinischen Belegstellenlandschaft zu einem besonderen historischen Standort: Carnica-Sklenar und Buckfast werden hier nicht gleichzeitig, sondern nacheinander und organisatorisch getrennt betrieben.
Die Sklenar-Belegung bildet den ersten Teil der Belegstellensaison. Die Anlieferung erfolgt hier ausschließlich im EWK. Für die Buckfast-Beschickung können grundsätzlich unterschiedliche Begattungseinheiten verwendet werden, es sind alle Mehrwabenkästchen mit Drohnensperre zugelassen.
Die Anlieferung erfolgt im Deichvorland auf dem Parkplatz vor der Schrank zur Überfahrt.
Die Belegstelle wird durch den Züchterring Stormarn betrieben.
Belegstellenwart/-leiter:
Jonas Simonsen
Zuchtkoordinator:
Unbesetzt
E-Mail:
jonas-simonsen@web.de
Webseite:
sklenarbund.de
Weitere Informationen zur Belegstelle finden sich auf der Webseite der Belegstellenbetreiber.
Belegstelle Hamburger Hallig
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